Die Lehre als Sprungbrett zum Professional Bachelor

Professional Bachelor und Professional Master: Die neuen Titelzusätze in der Höheren Berufsbildung stärken die Bedeutung der beruflichen Bildung – auch für Personen ohne Berufsmaturität.

Wer eine Lehre absolviert, entscheidet sich nicht gegen eine Bildungslaufbahn, sondern für einen praxisnahen Bildungsweg mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Nach dem Lehrabschluss stehen verschiedene Wege offen: eine Berufsprüfung mit eidgenössischem Fachausweis, eine Ausbildung an einer Höheren Fachschule oder später eine Höhere Fachprüfung mit eidgenössischem Diplom. Die Revision des Berufsbildungsgesetzes wertet diese Abschlüsse nun sichtbar auf.

Professional Bachelor
Ab dem 1. Oktober 2026 gelten in der Höheren Berufsbildung die Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master». Es handelt sich nicht um neue Abschlüsse. Die bisherigen, geschützten Titel bleiben bestehen. Die Zusätze machen jedoch klarer, dass diese Qualifikationen auf der Tertiärstufe angesiedelt sind. Zudem werden sie im internationalen Arbeitsmarkt besser verstanden.

Der Titelzusatz «Professional Bachelor» darf künftig von erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen einer Höheren Fachschule sowie von einer Berufsprüfung geführt werden. Der «Professional Master» ist Absolvierenden einer Höheren Fachprüfung vorbehalten. Damit erhalten berufspraktische Qualifikationen eine Bezeichnung, die ihre anspruchsvolle Position im Bildungssystem sichtbar macht. Der Zugang zu diesen Angeboten in der Höheren Berufsbildung ist mit einem Lehrabschluss gegeben – auch ohne Berufsmatura.

Wichtig ist die Abgrenzung zu Fachhochschulen und Universitäten: Die neuen Titel sind gleichwertig, aber nicht gleichartig. Während akademische Bildungswege stärker wissenschaftlich ausgerichtet sind, verbinden die Abschlüsse der Höheren Berufsbildung fundiertes Fachwissen mit konkreter Berufspraxis. Diese Nähe zur Arbeitswelt ist ihre besondere Stärke und in der Wirtschaft besonders gefragt.

Für Schulen wie die ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ist die Einführung der anerkannten Titelzusätze ein wichtiges Signal. Studierende mit einem entsprechenden Abschluss profitieren vom Titel-Upgrade. Wer eine Weiterbildung abschliesst, erhält den Titelzusatz nach der Anpassung der Rahmenlehrpläne direkt auf dem Diplom. Bereits diplomierte Personen dürfen den Zusatz ebenfalls führen. Bei Bedarf kann ab Mitte Oktober 2026 beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation ein kostenpflichtiger Diplomzusatz beantragt werden.

Lehrpersonen aufgepasst!
Der Titelzusatz wird immer zusammen mit dem bisherigen Grundtitel verwendet, zum Beispiel: «Dipl. Betriebswirtschafterin HF, Professional Bachelor». Die ibW informiert Studierende, Mitarbeitende, Absolventinnen und Absolventen sowie Partnerunternehmen über die weiteren Umsetzungsschritte. Auch für Lehrpersonen ist dieses Upgrade wichtig: Mit einem Lehrabschluss stehen auch ohne Berufsmatura diverse Wege, Vertiefungen und Umorientierungen auf der Berufslaufbahn offen. Über 800 anerkannte Weiterbildungsangebote, die zukünftig den Titelzusatz Professional Bachelor oder Professional Master tragen dürfen, existieren in der Schweiz.

Die Botschaft des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation ist klar: Eine Lehre ist alles andere als ein Bildungsabschluss zweiter Klasse. Sie bildet gesuchte Fachkräfte aus und ist der Einstieg in eine Laufbahn, die auch ohne (Berufs-)Matura bis zum Professional Bachelor und Professional Master führen kann – praxisnah, anerkannt und in der Wirtschaft sehr gefragt.

Die ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ist mit sieben Schulstandorten und jährlich rund 1400 Studierenden und 3500 Kursteilnehmenden die grösste Erwachsenenschule für die berufliche Weiterbildung der Region Südostschweiz. Über 100 Vertreter/-innen aus der Berufswelt beraten die ibW in 16 Fachausschüssen über die sich stetig anpassenden Praxisanforderungen auf den verschiedenen Weiterbildungswegen. Rund 500 Dozierende geben ihr Wissen und Können an der ibW weiter. Dank der Nähe zur regionalen Wirtschaft und Arbeitnehmerschaft ist die ibW am Puls der Zeit. An der ibW kann man sich in rund 30 Berufsbranchen mit über 100 eidg. anerkannten Lehrgängen (Berufsprüfung BP, Höhere Fachprüfung HFP und Höhere Fachschule HF) aus- und weiterbilden.

ibW Höhere Fachschule Südostschweiz

Die ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ist mit sieben Schulstandorten und jährlich rund 1400 Studierenden und 3500 Kursteilnehmenden die grösste Erwachsenenschule für die berufliche Weiterbildung der Region Südostschweiz. Über 100 Vertreter/-innen aus der Berufswelt beraten die ibW in 16 Fachausschüssen über die sich stetig anpassenden Praxisanforderungen auf den verschiedenen Weiterbildungswegen. Rund 500 Dozierende geben ihr Wissen und Können an der ibW weiter. Dank der Nähe zur regionalen Wirtschaft und Arbeitnehmerschaft ist die ibW am Puls der Zeit. An der ibW kann man sich in rund 30 Berufsbranchen mit über 100 eidg. anerkannten Lehrgängen (Berufsprüfung BP, Höhere Fachprüfung HFP und Höhere Fachschule HF) aus- und weiterbilden.

 


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