«Geschätzte Mitglieder, wählen Sie Unternehmer/innen»
04.05.2026
Unternehmerinnen und Unternehmer von kleinen und grossen Betrieben setzen sich nicht nur für ihr eigenes Unternehmen und einen grossen Teil der Arbeitsplätze im Kanton ein. Viele engagieren sich auch für das Gemeinwohl und übernehmen Verantwortung in der Gesellschaft. Einige wirken zudem politisch mit und setzen sich für gute Rahmenbedingungen für die rund 18 000 Unternehmen im Kanton ein. Geschäft und Politik unter einen Hut zu bringen, ist anspruchsvoll. Umso mehr gebührt allen, die ein Unternehmen führen und sich gleichzeitig im Grossen Rat engagieren, grosser Respekt und Dank. Sie setzen sich für die gesamte Wirtschaft ein und bringen den Mut auf, sich zu exponieren. Ein persönlicher Dank geht an die Mitglieder der Kerngruppe Wirtschaft, mit denen ich die Sessionen des Grossen Rats jeweils vorbereiten darf – eine Aufgabe, die mir grosse Freude bereitet und eine Ehre ist. Dank ihnen konnten wir in den vergangenen vier Jahren auch politische Erfolge erzielen. So haben wir in unserem Kanton in der Berufsbildung wichtige Entwicklungen angestossen, die Steuerlast um rund 70 Millionen Franken reduziert und in vielen Gesetzesvorlagen Verbesserungen erreicht.
Wie bereits vor vier Jahren werde ich mich auch dieses Mal zur Regierungswahl äussern und die gleiche Frage stellen: Soll eine einzige Partei eine Regierungsmehrheit in Graubünden haben? Ich beantworte diese Frage wiederum aus staatspolitischer Perspektive, unabhängig von einzelnen Personen. Nach vier Jahren Mitte-Mehrheit in der Regierung bin ich zum Schluss gekommen, dass es für die Entwicklung des Kantons nicht förderlich ist, wenn die wählerstärkste Partei keine Regierungsverantwortung übernehmen kann. Unabhängig von der Parteizugehörigkeit braucht es in der Regierung Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen, sich für gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen, die Verwaltung führen und sich in Bern konsequent für
Graubünden engagieren. In der Sonntagspredigt setzen sich alle Politikerinnen und Politiker für das Gewerbe und die KMU’s im Kanton ein. Sie sind bekanntlich das wirtschaftliche Rückgrat Graubündens. Wenn aber politische Entscheide anstehen, dann ist auf die Unternehmer/innen in der Politik am meisten Verlass. In der zu Ende gehenden Legislatur hat der Grosse Rat mehrfach zu wenig Mut bewiesen, um wirtschaftsfreundliche Lösungen durchzusetzen. In Debatten oder hinter vorgehaltener Hand werden unsere Anliegen zwar oft geteilt, doch bei Abstimmungen folgt die Mehrheit häufig der Regierung.
Die letzten vier Jahre haben gezeigt, dass die Interessen der Wirtschaft im Grossen Rat vielfach nur knapp eine Mehrheit verfehlt haben. Eine Handvoll mehr Unternehmerinnen und Unternehmer im Grossen Rat kann künftig den Unterschied ausmachen. Daher ist es dem BGV ein Anliegen, dass möglichst viele Unternehmerinnen und Unternehmer am 14. Juni auch in den Grossen Rat gewählt werden. Nur diese haben den Mut und erbringen den nötigen Einsatz, um den Ausbau von Regulierungen, Bürokratie und neuen Stellen in der Verwaltung zu bremsen. Denn wer die vollständige Verantwortung für sein eigenes Leben und seinen Betrieb trägt, ist halt doch aus anderem Holz geschnitzt. Der Stallgeruch ist ein anderer, und es braucht im Grossen Rat wieder genug Stallgeruch des Gewerbes und der Wirtschaft. Wer als Unternehmer/in Verantwortung übernimmt, übernimmt auch als Politiker Verantwortung. Er oder sie benennen die Probleme, suchen pragmatische und innovative Lösungen und arbeiten gerne mit Menschen zusammen.
Geschätzte Mitglieder des Bündner Gewerbeverbands, mit der Wahlhilfe der Wirtschaft sehen Sie, welche Kandidatinnen und Kandidaten eine wirtschaftsfreundliche Haltung vertreten. Auf www.dwgr.ch/wahlen26 können Sie sich selbst ein Bild machen. Wählen Sie Unternehmerinnen und Unternehmer, damit die Interessen und Anliegen des Bündner Gewerbes und der Bündner Wirtschaft im Grossen Rat und in der Bündner Regierung stärker vertreten sind.

