LSV+/BDD wird eingestellt: Weichen für die Zukunft stellen
20.10.2026
Bis Ende September 2028 verschwindet das Lastschriftverfahren LSV+/BDD aus dem Schweizer Zahlungsverkehr. Für Unternehmen bedeutet dies: Wer wiederkehrende Zahlungen heute noch über LSV+/BDD abwickelt, sollte die Umstellung frühzeitig planen.
Das Lastschriftverfahren LSV wurde bereits 1977 eingeführt, die heutigen Varianten LSV+/BDD bestehen seit 2005. Seither veränderte sich der Zahlungsverkehr grundlegend. Mit der Harmonisierung auf den ISO-20022-Standard, der Einführung der QR-Rechnung und dem Erfolg von eBill wurden moderne, digitale Zahlungsprozesse geschaffen. LSV+/BDD entspricht diesen Anforderungen nicht mehr und wird deshalb per 30. September 2028 eingestellt. Für Unternehmen bedeutet dies zwar keinen unmittelbaren Handlungsdruck, wohl aber eine rechtzeitige Planung. Denn wer die Umstellung früh angeht, kann den Wechsel sorgfältig vorbereiten und gleichzeitig seine Rechnungsprozesse modernisieren.
«Die Einstellung von LSV+/BDD ist mehr als eine technische Anpassung. Sie bietet Unternehmen die Chance, ihre Zahlungsprozesse zu überprüfen und auf moderne, digitale Lösungen umzustellen. Wer frühzeitig plant, vermeidet unnötigen Zeitdruck und schafft Planungssicherheit.»
Christoph Buser, Co-Leiter Payments Graubündner Kantonalbank
Moderne Alternativen stehen bereit
Den Unternehmen stehen verschiedene bewährte Alternativen zur Verfügung. Besonders im Fokus stehen eBill, die QR-Rechnung, Daueraufträge oder klassische Einzelzahlungsaufträge. Für digitale Kundinnen und Kunden bietet zudem eBill Direct Debit eine zeitgemässe Lösung für wiederkehrende Belastungen. Dieses neue Verfahren wurde von SIX eingeführt und ermöglicht vollständig digitale Freigabe- und Verwaltungsprozesse ohne Papierformulare. Gleichzeitig bleiben auch analoge Zahlungsmöglichkeiten erhalten, beispielsweise über die QR-Rechnung. Gerade für KMU eröffnen diese Lösungen zusätzliche Vorteile: Sie reduzieren den administrativen Aufwand, erhöhen die Transparenz über Zahlungseingänge und vereinfachen die Verwaltung von Belastungsermächtigungen.
Unternehmen sollten jetzt handeln
Auch wenn bis zur Abschaltung noch Zeit bleibt, empfiehlt SIX den betroffenen Rechnungsstellern, sich bereits heute mit ihrem Finanzinstitut und ihrem Softwarepartner abzustimmen. Gemeinsam kann beurteilt werden, welche Lösung den individuellen Bedürfnissen am besten entspricht und wie die Migration effizient umgesetzt werden kann. Auch die Graubündner Kantonalbank begleitet ihre Firmenkundinnen und -kunden während dieses Prozesses. Je früher die Planung beginnt, desto einfacher lässt sich die Umstellung in bestehende Geschäftsabläufe integrieren.
Digitalisierung konsequent weiterführen
Die Einstellung von LSV+/BDD ist Teil der langfristigen Digitalisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs. Ziel ist ein effizienter, sicherer und einheitlicher Zahlungsverkehr, der sowohl Unternehmen als auch Kundinnen und Kunden zugutekommt. Für KMU bietet die bevorstehende Umstellung deshalb nicht nur eine Pflicht, sondern auch die Möglichkeit, bestehende Prozesse zu vereinfachen und fit für die Zukunft zu machen.
«Unsere Beraterinnen und Berater unterstützen Unternehmen dabei, die passende Nachfolgelösung zu finden und den Wechsel ohne Unterbruch des Zahlungsverkehrs umzusetzen. Eine frühzeitige Vorbereitung schafft Sicherheit für Unternehmen und ihre Kundschaft.»
Christoph Buser, Co-Leiter Payments Graubündner Kantonalbank

