Verlässliche Infrastruktur als Schlüssel für die Zukunft Graubündens
15.07.2026
Die Verkehrsinfrastruktur bildet das Rückgrat eines funktionierenden Wirtschafts- und Lebensraums. Für einen alpinen Kanton wie Graubünden gilt dies in besonderem Masse. Die Rhätische Bahn (RhB) nimmt dabei eine zentrale Rolle ein – als Mobilitätsanbieterin, als Arbeitgeberin und als bedeutende Investorin in die Infrastruktur. Bereits unsere Vorfahren hatten vor über 130 Jahren mit dem Bau der Landquart-Davos-Bahn insbesondere die Intention, neben Güterverkehrsangeboten den international bedeutenden Kurort Davos besser an das Unterland anzubinden und damit den Zustrom von Gästen zu stärken und Wertschöpfung zu generieren.
Die RhB investiert seit Jahren konsequent in die Erneuerung und den Ausbau ihres Netzes. Grundlage dafür sind die Leistungsvereinbarungen mit Bund und Kanton, welche den Betrieb und den Substanzerhalt der Bahninfrastruktur über den Bahninfrastrukturfonds sichern. Diese langfristige Planungssicherheit ermöglicht es uns, unsere Infrastruktur nicht nur zu erhalten, sondern gezielt weiterzuentwickeln – mit einem klaren Ziel vor Augen: den Halbstundentakt in weiten Teilen Graubündens sowie die Behindertengerechtigkeit. Der Halbstundentakt ist mehr als ein fahrplantechnisches Ziel. Er steht für eine deutliche Verbesserung der Standortqualität: für Pendlerinnen und Pendler, für Unternehmen, für den Tourismus. Voraussetzung dafür sind leistungsfähige Strecken, moderne Bahnhöfe und eine Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen gerecht wird. Entsprechend investieren wir jährlich substanzielle Mittel in Gleise, Tunnels, Brücken sowie in die Sicherungs- und Leittechnik.
Starkes Wachstum
Diese Investitionen zahlen sich aus. In den letzten zehn Jahren ist die RhB mehr als dreimal so stark gewachsen wie der Branchendurchschnitt. Insbesondere im Personenverkehr konnten die Erträge seit der Zeit vor der Pandemie markant gesteigert werden – bis Ende 2025 um fast 50 Prozent. Die Anzahl Personenkilometer stieg in dieser Zeit um über 30 Prozent und zeigt, dass die Nachfrage nach zuverlässiger und attraktiver Mobilität in Graubünden hoch ist. Trotz den Mehrkosten aufgrund des neuen Rollmaterials und den zusätzlichen Verbindungen konnte zudem der Kostendeckungsgrad der RhB gesteigert werden.
Ein wesentlicher Treiber dieses Erfolgs ist der Freizeit- und Tourismusbereich. Die RhB ist weit mehr als ein Verkehrsmittel – sie ist Teil des touristischen Erlebnisses im Kanton und lockt jedes Jahr Hunderttausende von Gästen an. Unsere UNESCO-Welterbestrecken, der Bernina-Express und der Glacier-Express, sind internationale Aushängeschilder und tragen massgeblich zur Attraktivität Graubündens bei. Gleichzeitig erschliessen wir mit unserem Netz die touristischen Regionen und ermöglichen Gästen aus aller Welt den Zugang zu den Destinationen. Dank der touristischen Nachfrage kann auch für die Einheimischen das Angebot verbessert werden.
446 Millionen Wertschöpfung
Die volkswirtschaftliche Bedeutung der RhB geht jedoch noch weiter. Gemäss einer Studie aus dem Jahr 2024 generiert die RhB jährlich eine Wertschöpfung von rund 446 Millionen Franken allein im Kanton Graubünden. Insgesamt stehen rund 2 900 Arbeitsplätze im Kanton direkt oder indirekt mit der RhB in Verbindung. Hinzu kommen bedeutende Effekte bei Zulieferern, in der Bauwirtschaft und im Dienstleistungssektor. Nicht eingerechnet sind dabei die zusätzlichen Ausgaben der Reisenden in Gastronomie, Hotellerie oder im Detailhandel – ein weiterer gewichtiger Beitrag an die Bündner Wirtschaft.
Diese Zahlen unterstreichen: Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sind Investitionen in die Zukunft des Kantons. Sie stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, sichern Arbeitsplätze und fördern die nachhaltige Entwicklung der Regionen.
Die RhB wird diesen Weg konsequent weitergehen. Mit modernen Fahrzeugen, einer leistungsfähigen Infrastruktur und einem attraktiven Angebot leisten wir unseren Beitrag zu einem vernetzten, lebenswerten und zukunftsfähigen Graubünden.

