Aus Restholz wird Baumaterial
16.09.2026
Pflanzenkohle gilt als vielversprechender Werkstoff der Zukunft. Sie verbessert Böden, liefert Energie, bindet CO₂ dauerhaft und eröffnet neue Möglichkeiten für Landwirtschaft, Bau und Industrie. Die Inkoh AG in Landquart zeigt eindrücklich, wie aus regionalem Restholz innovative Produkte entstehen und nachhaltiges Unternehmertum in Graubünden gelebt wird.
Wer von Pflanzenkohle spricht, denkt oft zuerst an Landwirtschaft oder Gartenbau. Tatsächlich steckt in diesem natürlichen Werkstoff weit mehr Potenzial. Die Inkoh AG mit Sitz in Landquart hat sich darauf spezialisiert, hochwertige Pflanzenkohle herzustellen und daraus innovative Produkte für Landwirtschaft, Industrie sowie Städte und Gemeinden zu entwickeln. Das Bündner Unternehmen verbindet regionale Wertschöpfung mit modernster Umwelttechnologie und leistet damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.
Die Basis der Produktion bildet unbehandeltes Waldrestholz aus der Schweizer Forstwirtschaft und der Landschaftspflege. In einem speziellen Pyrolyseverfahren wird dieses unter Sauerstoffausschluss in Pflanzenkohle umgewandelt. Dabei bleibt der im Holz gebundene Kohlenstoff langfristig gespeichert, anstatt als CO₂ in die Atmosphäre zu gelangen. Gleichzeitig entstehen Wärme und Strom, die ebenfalls genutzt werden. So wird aus einem natürlichen Rohstoff ein vielseitiges Produkt mit mehrfacher Wirkung.
Hohe Standards
Die Einsatzmöglichkeiten der Pflanzenkohle sind breit gefächert. In der Landwirtschaft verbessert sie die Bodenfruchtbarkeit, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und fördert ein gesundes Bodenleben. Auch in der Tierhaltung kommt sie als Futterkohle zum Einsatz. Im Garten- und Landschaftsbau wird sie beispielsweise in Baumsubstraten verwendet, um Stadtbäumen bessere Wachstumsbedingungen zu ermöglichen. Darüber hinaus entwickelt Inkoh laufend neue Anwendungen für industrielle Prozesse und technische Lösungen.
Ein wichtiges Qualitätsmerkmal sind die Zertifizierungen nach dem European Biochar Certificate (EBC). Sie garantieren höchste Standards bezüglich Nachhaltigkeit, Reinheit und Rückverfolgbarkeit. Je nach Qualitätsstufe eignen sich die Produkte sogar für den biologischen Landbau. Damit schafft Inkoh Vertrauen bei Kunden aus unterschiedlichsten Branchen und setzt Massstäbe in einem dynamisch wachsenden Markt.
Nachhaltigkeit ist bei Inkoh nicht nur ein Schlagwort, sondern Bestandteil des gesamten Geschäftsmodells. Das Unternehmen produziert nicht nur Pflanzenkohle, sondern bietet auch zertifizierte CO₂-Senken an. Unternehmen erhalten dadurch die Möglichkeit, langfristig Kohlenstoff zu speichern und ihre Klimastrategie sinnvoll zu ergänzen. Jedes produzierte Kilogramm Pflanzenkohle trägt dazu bei, CO₂ dauerhaft der Atmosphäre zu entziehen.
Produzentin und Innovationspartner
Die Inkoh AG versteht sich dabei nicht nur als Produzentin, sondern auch als Innovationspartner. Gemeinsam mit Kunden, Forschungseinrichtungen und weiteren Partnern arbeitet das Unternehmen kontinuierlich an neuen Lösungen und Anwendungsfeldern. Ziel ist es, Pflanzenkohle als nachhaltigen Werkstoff in immer mehr Bereichen zu etablieren und damit einen Beitrag zur Dekarbonisierung verschiedener Industriezweige zu leisten.
Mit ihrem Standort in Graubünden verbindet Inkoh regionale Ressourcen, technologische Kompetenz und unternehmerische Innovationskraft. Das Unternehmen zeigt eindrücklich, dass nachhaltiges Wirtschaften und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind. Im Gegenteil: Aus einem bisher wenig genutzten Rohstoff entsteht ein Produkt, das Böden verbessert, Energie liefert, CO₂ langfristig speichert und damit einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Zukunft leistet.

