Den Traumberuf erfolgreich abgeschlossen
14.10.2026
Kochen war für Ramona Peng schon früh mehr als nur ein Hobby. Mit viel Leidenschaft, Fleiss und Durchhaltewillen schloss sie ihre Lehre als Köchin EFZ mit der Note 5.2 erfolgreich ab. Die drei Ausbildungsjahre forderten die Ilanzerin fachlich und prägten sie auch persönlich. Heute blickt sie mit Stolz auf diese Zeit zurück und ist überzeugt, den richtigen Beruf gewählt zu haben.
Den Moment, als sie an der Diplomfeier am 3. Juli das Resultat ihrer Lehrabschlussprüfung erfuhr, wird Ramona Peng nie vergessen. «Es ist einfach toll. Nach drei Jahren Arbeit schaffte ich den ersten Meilenstein meiner beruflichen Karriere.» Dass sie einmal Köchin werden würde, war nicht von Anfang an klar. Lange wusste sie nicht, welchen Beruf sie erlernen wollte. Eines fiel ihr jedoch immer wieder auf. Das Kochen bereitete ihr schon als Jugendliche grosse Freude.
Wechsel der Lehrstelle
Der Start in die Ausbildung verlief dann aber nicht nach Wunsch. Ramona Peng hatte Heimweh, war nicht glücklich. Es gab Zweifel. Bereits während ihres ersten Lehrjahrs in Zuckenriet im Kanton St. Gallen zog es sie darum zurück in ihre Bündner Heimat. In der Gastrokantine Graubünden fand sie nicht nur einen neuen Lehrbetrieb, sondern auch ein Team, in dem sie sich vom ersten Tag an wohlfühlte. Besonders beeindruckte sie, dass viele Produkte noch von Grund auf selbst hergestellt werden. Der Arbeitsalltag war abwechslungsreich. Ramona Peng arbeitete in der kalten Küche, in der Produktion, im À-la-carte-Bereich und beim Nachschub. Gleichzeitig betreute die 19-Jährige in der Gastrokantine zusammen mit ihren Arbeitskolleginnen und -kollegen die Teilnehmenden des Einsatzprogramms. Viele verfügen kaum über Deutschkenntnisse oder arbeiteten zuvor nie in einer Küche. «Ich musste lernen, Verantwortung zu übernehmen und Aufgaben verständlich zu erklären. Das war manchmal eine Herausforderung, brachte mich aber persönlich enorm weiter.» Am meisten Freude bereitete ihr der tägliche Mittagsservice. Besonders schätzte sie den direkten Kontakt mit den Gästen. «Viele Stammgäste kenne ich mittlerweile persönlich. Es ist schön, wenn die Gäste eine Verbindung zu den Köchinnen und Köchen haben, die ihr Essen zubereiten.»
Gemeinsam wachsen und nie aufgeben
Neben den vielen schönen Erlebnissen gab es während ihrer Lehrzeit immer wieder auch schwierige Momente. Besonders während eines überbetrieblichen Kurses im zweiten Lehrjahr zweifelte Ramona Peng an sich selbst. «Ich war völlig überfordert und dachte, ich würde die Lehre nicht schaffen. Ich hatte das Gefühl, schon alles perfekt können zu müssen.» Entscheidende Unterstützung erhielt sie damals von ihrem ÜKLehrer Riccardo Wolf, der ihr erklärte, dass Fehler zur Ausbildung gehören. Diese Erfahrung habe ihr die Augen geöffnet. «Entscheidend ist nicht, keine Fehler zu machen, sondern daraus zu lernen.»
Auch ihr Lehrmeister Torsten Keller und das gesamte Team der Gastrokantine standen jederzeit hinter ihr. «Mein Lehrmeister nahm sich immer Zeit für mich und suchte gemeinsam mit mir Lösungen. Dafür bin ich ihm und dem ganzen Team sehr dankbar.» Während ihrer Lehrzeit lernte Ramona Peng weit mehr als Kochtechniken. Sie entwickelte Selbstvertrauen und erkannte, wie wichtig Offenheit und Teamarbeit im Berufsalltag sind. «Man sollte Kritik nicht als etwas Negatives sehen. Es gibt immer mehrere Wege zum Erfolg. Als Köchin lernt man nie aus.» Rückblickend würde sie sich wieder für diesen Beruf entscheiden. Zwar gebe es auch anstrengende Tage, doch die positiven Erlebnisse würden klar überwiegen. «Wenn man ein gutes Team hat und das macht, was einem Freude bereitet, macht die Lehre rückblickend unglaublich viel Spass.»
Nach ihrem erfolgreichen Lehrabschluss wird Ramona Peng nun weitere Berufserfahrung im «Rätia» in Ilanz sammeln. Bevor sie das neue Abenteuer in der Hotelküche antrat, genoss sie zuerst ihre Sommerferien. «Nun bin ich motiviert, und die neue Arbeit macht mir viel Spass.» Mittelfristig möchte sie allenfalls ins Militär eintreten und sich dort neuen Herausforderungen stellen. «Danach kann ich mir die Rückkehr in eine Küche sehr gut vorstellen.» Aktuell freut sie sich über ihren Lehrabschluss und auf das, was kommen wird – was und wo das auch sein wird.
Jugendlichen, die sich für eine Kochlehre interessieren, gibt Ramona Peng eine einfache, aber wichtige Botschaft mit auf den Weg. «Niemals den Kopf hängen lassen oder aufgeben, wenn es schwierig wird. Die Lehre kann streng sein, schenkt einem aber unglaublich viele schöne Erfahrungen und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für die Zukunft.» Ihre eigene Ausbildungszeit beschreibt Ramona Peng mit drei Begriffen: Erfahrungen, Freunde und Freude. Worte, die zeigen, wie sehr sie diese drei Jahre prägten. «Köchin ist ein toller Beruf, da man das Gelernte auch privat jeden Tag anwenden kann.»

