Mit «Young Spirit» die Zukunft gestalten
21.09.2026
Berufsbildung bedeutet für Holcim weit mehr als die Vermittlung von Fachwissen. Mit «Holcim Young Spirit» setzt das Unternehmen auf Mitgestaltung, Eigenverantwortung und persönliche Entwicklung. Fabienne Baradel erklärt, was eine Lehre bei Holcim auszeichnet, welche Rolle die neue Zertifizierung als «TOP-Ausbildungsbetrieb» spielt und was Jugendliche für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben mitbringen sollten.
Fabienne Baradel, elche Bedeutung hat die Berufsbildung für Holcim Schweiz grundsätzlich?
Für uns ist die Berufsbildung kein Randthema, sondern ein zentrales Element für unseren langfristigen Erfolg. Als zukunftsorientierte Arbeitgeberin wollen wir die Zukunft aktiv mitgestalten. Indem wir jungen Menschen eine erstklassige Ausbildung bieten, leisten wir einen wichtigen Beitrag zum schweizerischen dualen Bildungssystem und sichern uns gleichzeitig die qualifizierten Fachkräfte von morgen.
Holcim bildet schweizweit rund 40 Lernende aus. Was macht eine Berufslehre bei Holcim aus Ihrer Sicht besonders attraktiv?
Wir betrachten eine Berufslehre nicht als starre Ausbildung, sondern als echtes Abenteuer! Wir bieten innovative Lernwege in einer vernetzten, dynamischen Arbeitswelt. Das absolute Highlight ist unsere «Holcim Young Spirit Company» – eine eigene Organisation, in der unsere Lernenden das Steuer selbst in die Hand nehmen, aktiv mitgestalten und echte Leadership-Erfahrungen sammeln können. Gepaart mit klaren Karriereperspektiven, flexiblen Arbeitsmodellen und einem attraktiven Gesamtpaket lautet unser Versprechen: «Für mich, mini Zuakunft, für meh!»
Welche Lehrberufe bietet Holcim an und welche davon sind für Jugendliche in Graubünden beziehungsweise am Standort Untervaz besonders interessant?
Theorie live in der Praxis anwenden – genau das bieten wir in unseren technischen, handwerklichen und kaufmännischen Berufen. Unser Hotspot in Graubünden ist der Standort Untervaz. Mit acht verschiedenen Lehrberufen und einem starken Fokus auf Technik – etwa als Anlagenführer/in – bringen wir junge Talente ganz nah an die Innovationskraft der Baustoffindustrie. Schweizweit prägen wir an neun Standorten in insgesamt 16 Berufen die Zukunft unseres Nachwuchses. Und wir gehen weiter: Um immer am Puls der Zeit zu bleiben, nehmen wir zukunftsweisende Berufsbilder wie Entwickler/in Digital Business EFZ oder Baustofftechniker/in kontinuierlich ins Visier.
Was erwarten Sie von Jugendlichen, die sich bei Holcim um eine Lehrstelle bewerben? Welche persönlichen Eigenschaften sind Ihnen besonders wichtig?
Unsere strategischen Leitlinien betonen vor allem die Ganzheitlichkeit und Partizipation. Wir suchen Jugendliche, die Lust haben, etwas zu bewegen! Uns ist wichtig, dass Bewerbende Neugier, Offenheit für Neues und den Willen mitbringen, im Team Grosses zu leisten. Wer den «Young Spirit» in sich trägt und seine Ausbildung aktiv mitgestalten möchte, ist bei uns genau richtig.
Wie wichtig sind Schulnoten bei der Auswahl der Lernenden – und welchen Stellenwert haben Motivation, Zuverlässigkeit, Neugier und praktisches Geschick?
Noten sind ein Puzzleteil, aber das Gesamtbild entscheidet. Im Zentrum unserer Philosophie steht die Förderung von Talenten. Eigenschaften wie Motivation, Zuverlässigkeit und praktisches Geschick sind das Fundament, auf dem wir aufbauen. Wir wollen die Persönlichkeit als Ganzes fördern, weshalb die richtige Einstellung, Begeisterungsfähigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, für uns einen extrem hohen Stellenwert einnehmen.
Welche Rolle spielen Schnupperlehren bei Holcim? Worauf achten Sie bei Jugendlichen, die erstmals einen Einblick in den Betrieb erhalten?
Schnupperlehren sind für beide Seiten das beste Fundament: Sie bieten die ehrlichste Chance, einander unverfälscht kennenzulernen. Bei uns im Zementwerk ist es spannend, vielseitig und lebendig. Es kann aber auch mal kalt, heiss, laut oder staubig werden – und genau deshalb setzen wir auf absolute Transparenz. Wer bei uns schnuppert, erlebt das echte Arbeitsleben ohne Filter und startet mit den richtigen Erwartungen sowie voller Überzeugung in die Ausbildung. Doch die Faszination beginnt für uns schon lange vor der eigentlichen Berufswahl: Bereits Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse aus den umliegenden Gemeinden tauchen bei unserem Format «Zement erleben» spielerisch in unsere Welt ein. Zudem öffnen wir am nationalen Zukunftstag für 12-Jährige weit unsere Türen. Bei all diesen Begegnungen gilt für uns ein klares Prinzip: Zuschauen reicht nicht – Mitmachen ist angesagt! Die Jugendlichen sollen selbst anpacken, hautnah ausprobieren und entdecken, wie viel Innovation, Teamgeist und Erfindergeist in unserer Branche stecken. So machen wir Berufe greifbar und wecken schon früh die Begeisterung für das, was Zukunft baut.
Wie werden die Lernenden während ihrer Ausbildung begleitet? Welche Rolle spielen dabei die Berufs- und Praxisbildenden?
Unsere Berufs- und Praxisbildenden sind weit mehr als nur Ausbildende – sie agieren als Coaches und Mentoren. Sie fordern und fördern die Lernenden individuell und auf Augenhöhe. Damit sie diese wichtige Rolle optimal ausfüllen können, unterstützen wir sie mit massgeschneiderten Weiterbildungsprogrammen.
Holcim bietet Lernenden unter anderem die Möglichkeit, während ihrer Lehrzeit einige Wochen in einem anderen Werk zu arbeiten. Was sollen die jungen Berufsleute aus einem solchen Austausch mitnehmen?
Ein solcher Austausch passt perfekt zu unserer Philosophie, Netzwerke zu schaffen und die Lehre als echtes Abenteuer zu gestalten. Die Lernenden sollen über den Tellerrand des eigenen Standorts blicken, andere Arbeitsweisen kennenlernen, neue Kontakte knüpfen und vor allem Selbstständigkeit und Flexibilität entwickeln.
Neben der fachlichen Ausbildung geht es während einer Lehre auch um die persönliche Entwicklung. Wie unterstützt Holcim seine Lernenden dabei?
Ganzheitlichkeit ist für uns ein Kernprinzip. Ein herausragendes Instrument ist hierfür unsere Holcim Young Spirit Company. Hier lernen Jugendliche, Projekte eigenständig zu planen, im Team Lösungen zu erarbeiten und im «Board» sogar Führungsverantwortung für ihre Mitlernenden zu übernehmen. Das stärkt das Selbstvertrauen, die Kommunikationsfähigkeit und die Sozialkompetenz auf eine Weise, wie es der reine Berufsschulunterricht nie könnte.
Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit verändern die Arbeitswelt. Wie wirken sich diese Entwicklungen auf die Lehrberufe bei Holcim aus?
Diese Trends prägen unsere gesamte Industrie. Als zukunftsorientierter Betrieb stehen wir für Nachhaltigkeit, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung sowie konsequente Innovation und Wachstum – Werte, die wir direkt in unsere Ausbildung integrieren. So befähigen wir unsere Lernenden, ihr Handeln verantwortungsvoll zu gestalten, und bereiten sie durch innovative Lernwege optimal auf eine zunehmend digitalisierte und automatisierte Arbeitsumgebung vor.
Welche Perspektiven haben Lernende nach dem erfolgreichen Lehrabschluss? Wie wichtig ist es für Holcim, gut ausgebildete junge Berufsleute im Unternehmen zu halten?
Es ist für uns von hoher strategischer Bedeutung, unsere Talente langfristig an uns zu binden. Wir bieten nach der Lehre klare, transparente Karrierewege im Unternehmen an. Zudem ermöglichen wir durch modulare Bildungsangebote und flexible Arbeitsmodelle die perfekte Kombination aus direktem Berufseinstieg und weiterführender Weiterbildung. Wer bei uns lernt, soll bei uns seine Zukunft bauen können!
Holcim ist neu als «TOP-Ausbildungsbetrieb» (TAB) zertifiziert. Warum haben Sie sich entschieden, diesen Weg zu gehen?
Weil wir uns nicht mit dem Status quo zufriedengeben. Wir wollen eine schweizweit einheitliche, kompromisslos hohe Ausbildungsqualität garantieren. Das Label TAB bietet uns ein hervorragendes System, um unsere Qualitätsstandards kontinuierlich zu überprüfen und uns als Top-Adresse für motivierte Talente zu positionieren. Es schafft Vertrauen bei Jugendlichen, Eltern und im Markt.
Was bedeutet die Auszeichnung «TOP-Ausbildungsbetrieb» für Holcim konkret – ist sie in erster Linie eine Bestätigung der bisherigen Arbeit oder vielmehr ein Auftrag, die Ausbildung weiterzuentwickeln?
Es ist definitiv beides, aber der Fokus liegt ganz klar auf dem Auftrag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung. Die Auszeichnung ist für uns ein lebendiger Prozess. Wir wollen die pädagogische Exzellenz stetig steigern und streben bereits die nächsten Zertifizierungsstufen 2 und 3 an. Stillstand gibt es bei uns nicht.
Im Rahmen von TOP-Ausbildungsbetrieb setzen sich Unternehmen intensiv mit ihrer Ausbildungsqualität auseinander. Wo hat dieser Prozess Holcim neue Erkenntnisse gebracht?
Er hat uns geholfen, Strukturen noch systematischer aufzubauen. Zum Beispiel erhalten wir durch das Einrichten regelmässiger digitaler Feedbackschleifen von Lernenden und Berufsbildenden ein absolut ehrliches Bild und können Handlungsfelder präzise identifizieren.
Ziele hat Holcim innerhalb dieses Systems? Möchten Sie die Ausbildungsqualität in den kommenden Jahren noch weiterentwickeln und allenfalls weitere Stufen erreichen?
Ja, das ist unser erklärtes Ziel! Wir wollen im Bereich der pädagogischen Exzellenz die Zertifizierungsstufen 2 und 3 von TOP-Ausbildungsbetrieb erreichen.
Ist das Label auch ein Instrument im Wettbewerb um gute Lernende? Wird es angesichts des Fachkräftemangels wichtiger, Jugendlichen zeigen zu können, dass ein Unternehmen nach klar definierten Qualitätsstandards ausbildet?
Absolut. Das Label ist ein wichtiges Signal im Wettbewerb um die besten Talente. Im aktuellen Markt müssen sich Unternehmen bei den Jugendlichen bewerben. Ein geprüftes Qualitätslabel schafft sofort Vertrauen – auch bei den Eltern. Es steht für exzellente Ausbildungsstandards und echte Wertschätzung.
Der Fachkräftemangel beschäftigt viele Unternehmen. Wie schwierig ist es für Holcim heute, genügend geeignete Jugendliche für die angebotenen Lehrstellen zu gewinnen?
In der Tat standen auch wir vor einigen Jahren vor der Herausforderung, genügend Nachwuchskräfte für unsere Ausbildungsberufe zu finden. Seit zwei Jahren sehen wir jedoch eine sehr positive Entwicklung: Inzwischen besetzen wir fast 90 Prozent unserer offenen Lehrstellen innerhalb von drei Monaten. Das freut uns ausserordentlich und bestätigt den Erfolg unseres neuen Ausbildungskonzepts «Holcim Young Spirit», das konsequent auf eine moderne und partizipative Förderung setzt.
Was müssen Unternehmen heute bieten, damit sich Jugendliche bewusst für eine Berufslehre und für einen bestimmten Ausbildungsbetrieb entscheiden?
Jugendliche von heute suchen Sinnhaftigkeit, echte Mitgestaltungsmöglichkeiten und klare Zukunftsaussichten. Sie wollen ernst genommen werden. Ein Unternehmen muss daher echte Verantwortung übertragen, wie in unserer Lernendenorganisation, und nach der Lehre eine echte Perspektive aufzeigen.
Was macht für Sie persönlich eine wirklich gute Ausbildung aus? Wann können Sie am Ende einer Lehrzeit sagen: «Wir haben unseren Auftrag als Ausbildungsbetrieb erfüllt»?
Eine wirklich gute Ausbildung ist für mich die perfekte Balance aus fachlicher Exzellenz und persönlichem Wachstum. Unser Auftrag ist dann erfüllt, wenn am Ende der Lehrzeit junge, selbstbewusste Berufsleute vor uns stehen, die nicht nur ihr Handwerk beherrschen, sondern bereit sind, mit «Young Spirit» die Welt von morgen zu bauen.
Welchen Rat geben Sie Jugendlichen, die aktuell vor der Berufswahl stehen?
Seid mutig, probiert euch aus und nutzt die Schnupperlehren! Sucht euch einen Betrieb, der euch nicht nur als Arbeitskraft sieht, sondern eure Talente fördern will und bei dem ihr eure eigenen Ideen aktiv einbringen könnt. Macht eure Ausbildung zu eurem ganz persönlichen Abenteuer!
Was wünschen Sie sich von den jungen Menschen, die in den kommenden Jahren bei Holcim ihre berufliche Laufbahn beginnen?
Ich wünsche mir, dass sie neugierig bleiben, unbequeme Fragen stellen und mit frischem Wind unseren Arbeitsalltag und unsere Prozesse bereichern. Sie sollen «die Stimme von Holcim Young Spirit» werden und stolz darauf sein, die Zukunft unseres Unternehmens aktiv mitzugestalten.
Ein erstklassiger Ausbildungsbetrieb, der wirklich Zukunft hat, ist …
«… ein Ort, an dem aus Lernenden Mitgestaltende der Zukunft werden und an dem Leidenschaft auf höchste Ausbildungsqualität trifft.»

