Erfolgreiche 1. Fachtagung «Bauen Graubünden»
04.02.2026
Am Dienstag, 3. Februar, hat der Bündner Gewerbeverband erstmals die Fachtagung «Bauen Graubünden» durchgeführt. Mehr als 160 Personen aus dem Bausektor wohnten den interessanten Referaten, Gesprächen und Praxisbeispielen zum Thema «Innovationen am Bau: Lösungen für die Zukunft» bei.
Die Baubranche hat für die Wirtschaft in unserem Kanton eine hohe Bedeutung. Zusammen mit dem Immobiliensektor erwirtschaftet sie eine Wertschöpfung, welche ähnlich hoch wie der Tourismus ist. Um den fachlichen Austausch zu stärken und die Zusammenarbeit innerhalb der Baubranche zu fördern, organisierte der BGV im GKB-Auditorium erstmals die Fachtagung «Bauen Graubünden». Der Anlass stiess auf grosse Resonanz. Mehr als 160 Unternehmer, Fachleute, Behördenmitglieder sowie am Bauwesen interessierte Personen nahmen teil. Im Mittelpunkt standen inspirierende Inputreferate, kompakte Praxisbeispiele, vertiefende Gespräche sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema «Innovationen im Bauwesen». Der von Melanie Salis moderierte Anlass wurde von Regierungsrätin Carmelia Maissen eröffnet.
Zusammenarbeit zentral
Zu Beginn sprach Prof. Dr. Stefan Kurath von der ZHAW über die zentrale Bedeutung der Zusammenarbeit im gesamten Bauprozess. Es folgten Referate von Markus Wolf (Ritter Schumacher AG), der das Allianzmodell als Lösungsansatz für eine effiziente und zielführende Zusammenarbeit präsentierte, sowie Beat Kegel (Kegel Klimasysteme), welcher aufzeigte, wie Gebäudetechnik auch mit einfachen technischen Lösungen funktionieren kann. Anschliessend diskutierten René Good, Cristina Schaffner und Claudio Giovanoli in einer spannenden Podiumsdiskussion über die Hürden und Erfolgsfaktoren für Innovationen in der Baubranche.
Konkrete Praxisbeispiele
Den zweiten Teil der Fachtagung eröffnete Cristina Schaffner von Bauen Schweiz mit ihrem Inputreferat «Rahmenbedingungen für die Transformation hin zur Kreislaufwirtschaft». Darauf folgten zwei Praxisbeispiele aus Graubünden, die konkrete Innovationen aus Graubünden eindrücklich aufgezeigten: Andreas Schefer von der KLARK AG stellte die Entstehungsgeschichte des Klark-Betons vor, des ersten CO₂-neutralen Betons, der dank Holzkohle CO2 nachhaltig speichern kann. Adrian Riedi von CRESTAGEO AG gab einen spannenden Einblick in den Innovationsprozess beim Bau von alpinen Photovoltaikanlagen, vom digitalen Planungsprozess bis zum Bohrroboter. Bauherr und Investor Michael Schumacher erläuterte anschliessend den «Microcosmos» mit neuen Baukonzepten für preiswerten und flexiblen Wohnraum. Den Abschluss machte Roger Schmid von der Erne AG Holzbau, der die Innovation und Kreislaufwirtschaft im modularen Holzbau thematisierte.
Erfolgreicher Anlass
Neben dem Programm stand auch ein Netzwerkapéro auf dem Programm, bei dem der Austausch im Vordergrund stand. Zuhörerinnen und Zuhörer sowie Referierende äusserten sich durchwegs positiv über die Veranstaltung und insbesondere über deren Inhalt. Stellvertretend sagte der Professor und Architekt Stefan Kurath: «Der Interessenabgleich aller Beteiligten über den Planungs- und Bauprozess war auf Augenhöhe. Gemeinsam und nicht gegeneinander zu agieren, ist die höchste Form von Baukultur.» Auch BGV-Direktor Maurus Blumenthal zog ein positives Fazit. Das Ziel, mit der Tagung die Baubranche in Graubünden zusammenzubringen und Einblicke in neue Technologien, Prozesse und zukunftsweisende Lösungen der Baubranche zu vermitteln, sei erreicht worden. «Ich bin sehr zufrieden und freue mich bereits heute auf den Mittwoch, 10. Februar 2027, wenn die zweite Fachtagung ‹Bauen Graubünden› stattfinden wird.»

